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PQC-Beratung für Unternehmen

Strukturiert zur Post-Quantum-Readiness

Post-Quanten-Kryptografie (PQC) verändert die Anforderungen an bestehende IT- und Sicherheitsarchitekturen. Unternehmen sollten frühzeitig klären, welche geschäftskritischen Anwendungen und Daten betroffen sind und wo heute angreifbare Kryptografie eingesetzt wird. essendi it unterstützt bei der Bewertung des Handlungsbedarfs, dem Aufbau eines Krypto-Inventars und der Entwicklung einer strukturierten PQC-Roadmap. Dabei verbinden wir langjährige Erfahrung in Kryptografie, Public-Key-Infrastrukturen (PKI) und Certificate Lifecycle Management mit eigener Forschung, Entwicklung und Lösungen aus der Produktfamilie essendi crypto solutions.

PQC-Readiness: Wo stehen Sie heute?

Livedemo

Warum Unternehmen ihre PQC-Migration heute vorbereiten sollten

Leistungsfähige Quantencomputer könnten künftig verbreitete asymmetrische Algorithmen wie RSA und solche auf Basis elliptischer Kurven gefährden. Wann ein kryptografisch relevanter Quantencomputer verfügbar sein wird, ist nicht genau absehbar. Auch wenn der Zeitpunkt von Q-Day noch nicht feststeht, sollten Organisationen die Vorbereitung frühzeitig beginnen.
Für Post-Quanten-Kryptografie stehen bereits standardisierte Verfahren zur Verfügung. Gleichzeitig konkretisieren internationale und europäische Institutionen ihre Empfehlungen und Zeitpläne.
Für Unternehmen geht es deshalb darum, betroffene Bereiche zu erkennen, Prioritäten festzulegen und den Übergang zu neuen kryptografischen Verfahren strukturiert vorzubereiten.

Ungeordnete Linien als Symbol für fehlende Transparenz und Dokumentationslücken bei digitalen Zertifikaten

Angriffsszenarien heute und in Zukunft

Besonders relevant ist bereits heute Harvest now, decrypt later: Angreifer können verschlüsselte Daten sammeln und diese später entschlüsseln, sobald geeignete technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Für Informationen mit langen Schutzfristen entsteht damit schon vor Q-Day ein Risiko.
Weitere Post-Quanten-Risiken betreffen insbesondere digitale Signaturen und darauf basierende Vertrauensmechanismen:

  • Digitale Signaturen: Manipulationen können die Vertrauenswürdigkeit von Transaktionen, Dokumenten und Geschäftsprozessen gefährden.
  • Code Signing: Kompromittierte Signaturen können manipulierte Software oder Updates als vertrauenswürdig erscheinen lassen.
  • Digitale Identitäten und PKI: Angriffe auf zugrunde liegende Algorithmen können Zertifikate, Authentifizierung und zentrale PKI-Vertrauensstrukturen gefährden.

beeinträchtigen.
Auch der sichere Betrieb geschäftskritischer Anwendungen kann betroffen sein, wenn verwendete kryptografische Verfahren nicht mehr ausreichend schützen oder Systeme nicht auf neue Algorithmen umgestellt werden können.

Warum frühzeitige Vorbereitung entscheidend ist

Komplexe Umstellungen benötigen Vorlauf

Kryptografie ist tief in Anwendungen, Geräte und IT-Landschaften integriert und im laufenden Betrieb häufig kaum sichtbar. Analyse, Evaluation, Tests und Umsetzung benötigen entsprechend Zeit, insbesondere bei Legacy-Systemen und langlebigen Geräten.

Krypto-Agilität erfordert Anpassungen an der IT

Post-Quantum-Readiness beschreibt die Fähigkeit einer Organisation, sich auf die PQC-Migration vorzubereiten und diese umzusetzen. Krypto-Agilität (Crypto Agility) ist ein wichtiger Baustein dazu: Sie ermöglicht es, kryptografische Verfahren kontrolliert an neue Anforderungen anzupassen.
Anwendungen, PKI-Komponenten und Betriebsprozesse müssen dafür entsprechend vorbereitet sein.

Standards und regulatorische Entwicklungen schaffen Orientierung

NIST-Standards, die EU-PQC-Roadmap sowie nationale und branchenspezifische Vorgaben geben zunehmend einen Rahmen für die Migration vor. Wer früh beginnt, gewinnt Zeit für technische Entscheidungen und kann Investitionen sowie Ressourcen planbarer steuern.

Wo steht Ihr Unternehmen bei der PQC-Transition?

Kennen Sie Ihre geschäftskritischen Anwendungen und Daten?

Ist bekannt, welche Systeme für zentrale Geschäftsprozesse besonders relevant sind und wie lange dort verarbeitete Daten geschützt werden müssen?

Kennen Sie Ihren kryptografischen Bestand?

Ist bekannt, wo relevante kryptografische Komponenten in Ihrer Umgebung eingesetzt werden?

Kennen Sie kritische Abhängigkeiten?

Wissen Sie, welche Anwendungen, Geräte oder Services von Herstellern, externen Plattformen oder schwer aktualisierbaren Komponenten abhängig sind?

Ist Ihre Architektur krypto-agil?

Können kryptografische Verfahren kontrolliert angepasst werden, wenn sich Standards oder Sicherheitsanforderungen verändern?

Wenn sich diese Fragen heute nicht vollständig beantworten lassen, besteht bereits ein konkreter Ausgangspunkt für die PQC-Vorbereitung.

Unser Vorgehen auf dem Weg zur Post-Quantum-Readiness

Eine belastbare PQC-Migration verbindet geschäftliche Kritikalität mit technischer Transparenz. Darauf aufbauend lassen sich geeignete Verfahren bewerten und realistische Prioritäten für die Migration festlegen.

 

1. Kritische Anwendungen identifizieren

Im ersten Schritt wird ermittelt, welche Anwendungen, Systeme und Daten für zentrale Prozesse besonders relevant sind.
IT-Asset-Listen, Schutzbedarfsbewertungen oder vergleichbare Quellen helfen dabei, Kritikalität und Schutzbedarf einzuordnen, bevor technische Migrationsschritte priorisiert werden.

2. Krypto-Inventar aufbauen

Im nächsten Schritt wird geklärt, welche Kryptografie in den relevanten Anwendungen und Systemen eingesetzt wird. Ein Crypto Inventory schafft Transparenz über Zertifikate, Schlüssel, Algorithmen und weitere für die Migration relevante Komponenten.
Mit essendi cd können z.B. Zertifikate in Netzwerk-, und Cloud-Umgebungen erfasst werden. Weitere Quellen und Schnittstellen ergänzen das Gesamtbild.

3. PQC-Algorithmen evaluieren

Neue Algorithmen und Zertifikatstypen müssen zur vorhandenen Architektur und zum jeweiligen Einsatzbereich passen.
Bewertet werden u.a. Performance, Kompatibilität und Integrationsfähigkeit sowie hybride Übergangsszenarien und die Unterstützung durch vorhandene Produkte, Protokolle und Plattformen.

4. PQC-Roadmap entwickeln

Auf Basis von Geschäftskritikalität, Krypto-Inventar und technischer Evaluation werden Handlungsfelder priorisiert.
Neben Schutzbedarf und Lebensdauer der Daten spielt dabei der erwartete Zeitbedarf für eine Migration eine wichtige Rolle. Systeme mit langen Vorlaufzeiten müssen entsprechend früh eingeplant werden.

Die PQC-Roadmap strukturiert kurz-, mittel- und langfristige Schritte und schafft einen verlässlichen Rahmen für Planung und Umsetzung.

5. Migration steuern und kontinuierlich weiterentwickeln

Post-Quanten-Kryptografie ist kein einmaliges Projekt. Algorithmen, Standards, Produkte und Anforderungen entwickeln sich weiter.

Ein Management-Regelkreis verbindet deshalb Inventarisierung, Bewertung, Planung, Umsetzung und erneute Prüfung. Er unterstützt damit langfristige Krypto-Agilität.

Technische Handlungsfelder der PQC-Transition

Sie möchten tiefer in die technischen Aspekte der PQC-Transition einsteigen? In unserem Magazinartikel zur PQC Transition zeigen wir, welche Anforderungen sich für Crypto Asset Management, Architektur, Migration und Crypto Agility ergeben.

 

Algorithmen und kryptografische Verfahren

Mit ML-KEM, ML-DSA und SLH-DSA stehen standardisierte PQC-Algorithmen für unterschiedliche Aufgaben zur Verfügung. ML-KEM dient dem sicheren Austausch von Schlüsselmaterial, während ML-DSA und SLH-DSA für digitale Signaturen vorgesehen sind.
In der Praxis muss geprüft werden, welche Algorithmen die beteiligten Komponenten unterstützen und welche Auswirkungen sich auf Performance und Integration ergeben.

PKI, Zertifikate und Schlüssel

Neue Algorithmen wirken sich unmittelbar auf Public-Key-Infrastrukturen aus. Zertifikatsprofile, Trust Chains, Zertifizierungsstellen, Hardware-Sicherheitsmodule und angebundene Anwendungen müssen mit neuen Formaten und Parametern umgehen können.

Anwendungen, Protokolle und Infrastruktur

Asymmetrische Kryptografie wird in zahlreichen Kommunikations- und Authentifizierungsprozessen eingesetzt, etwa in TLS, VPNs, APIs, Cloud-Verbindungen, Signaturprozessen und Identitätssystemen.
Vor einer erfolgreichen Migration muss bekannt sein, wo Anpassungen erforderlich sind und welche Komponenten von Herstellern oder externen Services abhängen.

IoT und OT

IoT- und OT-Umgebungen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Lange Lebenszyklen, begrenzte Hardware-Ressourcen und eingeschränkte Updatefähigkeit können die Umstellung erschweren.
Eine frühe Bestandsaufnahme zeigt, wo alternative Migrationswege notwendig werden können.

essendi crypto solutions: von Transparenz bis zur technischen Umsetzung

essendi crypto solutions ist die Produktfamilie von essendi it für das Management kryptografischer Infrastrukturen. Die einzelnen Lösungen unterstützen unterschiedliche Aufgaben entlang des Certificate Lifecycles und der kryptografischen Transformation.

  • essendi cd unterstützt bei Discovery und Inventarisierung von Zertifikaten.
  • essendi xc steuert und automatisiert Prozesse im Certificate Lifecycle Management.
  • essendi pki stellt Private Trust bereit und unterstützt krypto-agile PKI-Architekturen.
  • essendi da bindet Zertifikatsmanagement in IoT- und OT-Umgebungen ein.

Welche Lösungen in einer PQC-Transition sinnvoll eingesetzt werden, richtet sich nach der bestehenden Umgebung und den jeweiligen Anforderungen.

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Standards, Roadmaps und regulatorische Rahmenbedingungen

Internationale Standards, europäische Roadmaps und branchenspezifische Vorgaben schaffen zunehmend Orientierung für die PQC-Migration. Dazu gehören unter anderem die NIST-Standards für Post-Quanten-Kryptografie, die EU-PQC-Roadmap, Empfehlungen des BSI sowie Anforderungen an Kryptografie und digitale Resilienz, etwa im Rahmen von DORA.

Welche Vorgaben für Unternehmen relevant sind und wie sie einzuordnen sind, erläutern wir ausführlich in unserem Magazin.

Sie möchten die relevanten Standards, Roadmaps und regulatorischen Entwicklungen im Detail einordnen? In unserem Magazinartikel PQC Timelines im Überblick geben wir einen Überblick über zentrale Vorgaben und zeitliche Orientierung für die PQC-Migration.

PQC-Expertise aus Praxis, Forschung und Entwicklung

Langjährige Erfahrung in komplexen Unternehmensumgebungen

essendi it verfügt über langjährige praktische Erfahrung mit digitalen Zertifikaten, Public-Key-Infrastrukturen und Certificate Lifecycle Management.
Dazu gehören Projekte in regulierten und sicherheitskritischen Bereichen wie dem Finanzumfeld und dem Energiesektor. Diese Praxis ermöglicht es, neue kryptografische Verfahren im Kontext realer Unternehmensarchitekturen zu bewerten.

Forschung mit der Hochschule Luzern

Seit 2023 arbeitet essendi it gemeinsam mit der Hochschule Luzern an Forschungsprojekten zu Post-Quanten-Kryptografie und Zertifikatsmanagement.
Nach einem ersten Projekt zu den Auswirkungen von PQC auf Certificate Lifecycle Management wird die Zusammenarbeit mit Crypto-agile Certificate Management fortgeführt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie kryptografische Algorithmen in umfangreichen Netzwerken kontrolliert gewechselt werden können.

Von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu praxisnahen Anwendungen

Die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern werden auf ihre praktische Einsatzfähigkeit geprüft. Dazu untersucht essendi it neue Algorithmen und Zertifikatstypen, führt Performance- und Kompatibilitätstests durch und bewertet deren Eignung für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Erkenntnisse aus diesen Projekten, der eigenen Entwicklung und der Marktbeobachtung werden bei der Weiterentwicklung der essendi crypto solutions berücksichtigt.

Fachlicher Austausch zu Krypto-Agilität

essendi it arbeitet in der TeleTrusT-Arbeitsgruppe Kryptoagilität mit. Der fachliche Austausch unterstützt dabei, technologische Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen.

Welche nächsten Schritte können wir gemeinsam angehen?

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Wissen zur Post-Quantum-Kryptografie

Sie möchten einzelne Aspekte vertiefen? In unserem Magazin finden Sie weiterführende Inhalte für Management und technische Teams.

 

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